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Augenentzündung: Bindehautentzündung, Hornhautentzündung und Endophthalmitis richtig behandeln

Wie eine Augenentzündung behandelt wird, hängt davon ab, welcher Teil des Auges betroffen ist und was sie ausgelöst hat. Die meisten Bindehautentzündungen heilen von allein, eine Hornhautentzündung (Keratitis) oder eine Infektion im Augeninneren (Endophthalmitis) kann dagegen innerhalb weniger Tage das Sehvermögen gefährden. In Istanbul untersuchen und behandeln Doç. Dr. Muhammet Derda Özer (Doç. = außerordentlicher Professor), unser Spezialist für Hornhaut und Netzhaut, und Op. Dr. Aysan Bayram Entzündungen der Hornhaut und des Augeninneren, auf Wunsch mit einem persönlichen Dolmetscher in {{languages}}.

  • Medizinisch geprüft von {{surgeon}} · Zuletzt aktualisiert am {{date}}
Nahaufnahme eines blauen Auges

Kurz gesagt: Eine Bindehautentzündung heilt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Antibiotische Augentropfen helfen nur, wenn Bakterien die Ursache sind; bei einer allergischen Bindehautentzündung helfen Antiallergika. Die virale „Augengrippe“ ist ab den ersten Beschwerden mindestens zwei Wochen ansteckend. Hornhautentzündung und Endophthalmitis sind Notfälle für den Augenarzt am selben Tag. In Istanbul behandeln Doç. Dr. Özer und Op. Dr. Bayram diese Infektionen und geben Zweitmeinungen, wenn eine Entzündung nicht abheilt.

Wann eine Augenentzündung nicht warten darf

Lassen Sie Ihr Auge noch heute dort untersuchen, wo Sie gerade sind, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Schmerzen im Auge, nicht nur ein Sandkorngefühl
  • Lichtempfindlichkeit
  • Veränderungen beim Sehen, etwa Verschwommensehen, Wellenlinien oder Lichtblitze
  • ein sehr stark gerötetes Auge
  • ein Baby unter 30 Tagen mit geröteten, verklebten Augen
  • ein rotes, schmerzendes Auge beim Tragen von Kontaktlinsen (Linsen sofort herausnehmen und nicht wieder einsetzen)
  • ein rotes, schmerzendes oder verschwommen sehendes Auge in den Tagen nach einer Augen-OP oder einer Spritze ins Auge

Diese Warnzeichen nennen der britische Gesundheitsdienst NHS und die American Academy of Ophthalmology (AAO). In Deutschland ist tagsüber die augenärztliche Praxis die richtige Anlaufstelle; außerhalb der Sprechzeiten vermittelt der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 rund um die Uhr Hilfe, und bei einer schweren Verletzung gilt der Notruf 112. Reisen Sie für die Behandlung nicht erst an: Hornhautentzündung und Endophthalmitis können das Sehen innerhalb von Tagen schädigen. Wenn Sie bereits in Istanbul sind, melden Sie sich bei uns, und wir organisieren eine dringende Untersuchung ({{urgent appointment availability}}).

Augenentzündung: welche Arten gibt es?

Eine Augenentzündung ist eine Reizung oder Infektion der Augenoberfläche, der Lider, der Hornhaut oder des Augeninneren durch Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder eine Allergie. Wo die Entzündung sitzt, entscheidet darüber, wie ernst sie ist und wie sie behandelt wird.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis)Lidrandentzündung (Blepharitis)Hornhautentzündung (Keratitis)Endophthalmitis
WoBindehaut: die dünne, durchsichtige Haut über dem Augenweiß und auf der Innenseite der LiderLidränder an der Wurzel der WimpernHornhaut: das klare Fenster vorn am AugeIm Augapfel (Glaskörper und Kammerwasser)
Typische UrsachenViren, Bakterien, AllergieBakterien auf der Haut, verstopfte Lidranddrüsen, Hauterkrankungen, Demodex-MilbenBakterien, Herpesviren, Pilze, AkanthamöbenBakterien oder Pilze nach OP, Spritze oder Verletzung, selten über die Blutbahn
HauptbeschwerdenRote, brennende, tränende oder verklebte Augen, JuckreizJuckende, gerötete Lidränder, Krusten an den WimpernSchmerzen, Lichtscheu, Verschwommensehen, weißer Fleck auf der HornhautZunehmende Schmerzen, Rötung, geschwollene Lider, plötzlicher Sehverlust
SehenMeist normalMeist normalOft schlechterStark verschlechtert
DringlichkeitMeist Selbstpflege oder HausarztSelbstpflege, bei Bedarf AugenarztNotfall: am selben TagNotfall: am selben Tag
Übliche BehandlungZeit, Hygiene, antibiotische Tropfen bei Bakterien, Antiallergika bei AllergieTägliche Lidrandpflege mit Wärme, bei Bedarf SalbeIntensive antibiotische, antivirale oder antimykotische Tropfen; Hornhauttransplantation bei bleibender NarbeAntibiotika-Injektion ins Auge; Vitrektomie in schweren Fällen
Augenchirurgen besprechen gemeinsam Befunde und Aufnahmen in einem Untersuchungsraum

Bindehautentzündung: Symptome, an denen Sie sie erkennen

Die typischen Symptome einer Bindehautentzündung sind gerötete Augen, die brennen oder sich sandig anfühlen, tränen, jucken oder Eiter absondern, der die Wimpern verklebt. So beschreiben es der NHS und das deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf gesundheitsinformation.de. Ein oder beide Augen können betroffen sein, und die Details verraten oft die Ursache:

  • Virale Bindehautentzündung: brennende, rote Augen mit wässrigem Ausfluss, oft zusammen mit einer Erkältung. Sehr ansteckend.
  • Bakterielle Bindehautentzündung: gerötete, wunde Augen mit viel gelblichem, klebrigem Eiter; morgens sind die Lider oft verklebt. Ebenfalls ansteckend.
  • Allergische Bindehautentzündung: stark juckende, rote, tränende und geschwollene Augen, meist beide gleichzeitig, oft mit Heuschnupfen. Nicht ansteckend.

Eine Bindehautentzündung sollte keine echten Schmerzen, keine Lichtscheu und kein Verschwommensehen verursachen, das sich durch Blinzeln nicht bessert. Treten diese Beschwerden auf, kann die Hornhaut beteiligt sein; dann gelten die Warnzeichen oben.

Was Bindehautentzündungen auslöst: Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC sind die meisten akuten infektiösen Bindehautentzündungen bei Erwachsenen viral, häufig durch Adenoviren. Bakterielle Fälle gehen oft auf Staphylokokken und Streptokokken zurück. Eine allergische Bindehautentzündung wird durch Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel, Tierhaare, Medikamente oder Kosmetik ausgelöst. Seltener sind Chemikalien, Probleme mit Kontaktlinsen oder sexuell übertragbare Infektionen die Ursache; Letztere sind auch der Hauptgrund für schwere Bindehautentzündungen bei Neugeborenen.

Ist eine Bindehautentzündung ansteckend? Inkubationszeit und Augengrippe

Ja, eine virale und eine bakterielle Bindehautentzündung sind ansteckend; eine allergische ist es nicht. Die Erreger werden laut IQWiG vor allem als Schmierinfektion übertragen: über die Hände, die das Auge berühren, und über gemeinsam benutzte Gegenstände.

Augengrippe ist der umgangssprachliche Name für die Keratoconjunctivitis epidemica, eine besonders ansteckende Bindehaut- und Hornhautentzündung durch Adenoviren. Nach Angaben von infektionsschutz.de, dem Informationsangebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG):

  • Inkubationszeit: Die Erkrankung bricht in der Regel 5 bis 12 Tage nach der Ansteckung aus.
  • Wie lange ansteckend: Die Ansteckungsgefahr beginnt mit den ersten Krankheitszeichen und dauert in der Regel mindestens 2 Wochen. Die CDC beschreibt, dass Betroffene schon einige Tage vor Beginn der Beschwerden ansteckend sein können und bis etwa 14 Tage danach.
  • Übertragung: über die Hände nach Kontakt mit dem Auge, über Türklinken, Handläufe und Wasserhähne sowie über gemeinsam benutzte Handtücher, Waschlappen und Augentropfen.
  • Verlauf: Rötung, Lidschwellung, Fremdkörpergefühl, Tränen und Lichtempfindlichkeit; nach etwa einer Woche kann die Entzündung auf die Hornhaut übergreifen. Nach 2 bis 4 Wochen klingt sie meist von selbst ab, leichte Hornhauttrübungen können noch einige Zeit bestehen bleiben.
  • Behandlung: Gegen das Virus selbst gibt es keine ursächliche Therapie; die Beschwerden lassen sich lindern.

So schützen Sie Ihre Familie: Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife, berühren Sie Ihre Augen nicht, benutzen Sie eigene Handtücher und Kissenbezüge und teilen Sie keine Kosmetik und keine Augentropfen.

Wie lange dauert eine Bindehautentzündung?

Die meisten Bindehautentzündungen dauern ein bis zwei Wochen. Die Angaben der CDC, des NHS und von infektionsschutz.de im Überblick:

FormÜbliche DauerAnsteckend?
Virale Bindehautentzündung1 bis 2 WochenJa
Augengrippe (Keratoconjunctivitis epidemica)2 bis 4 Wochen; CDC: bis zu 3 WochenJa, ab den ersten Beschwerden mindestens 2 Wochen
Bakterielle Bindehautentzündung1 bis 2 Wochen; antibiotische Tropfen können sie verkürzenJa
Allergische BindehautentzündungSo lange, wie Sie dem Auslöser ausgesetzt sindNein

Gehen Sie zum Arzt, wenn sich Ihre Beschwerden nach 7 Tagen nicht gebessert haben (NHS), wenn zwei Tage antibiotische Tropfen nichts bewirken, oder sofort, wenn es schlimmer wird.

Kita, Schule und Arbeit: Bei der hoch ansteckenden Augengrippe rät infektionsschutz.de, Schule, Kindergarten oder Arbeit in Gemeinschaftseinrichtungen erst wieder aufzunehmen, wenn die Entzündung abgeklungen ist. Bei anderen Formen entscheidet Ihr Arzt, wie lange Ihr Kind zu Hause bleiben sollte; viele Einrichtungen haben eigene Regeln.

Behandlung der Bindehautentzündung: welche Augentropfen helfen?

Wie eine Bindehautentzündung behandelt wird, richtet sich nach der Ursache, und bei den meisten Menschen beginnt sie zu Hause:

  1. Augen reinigen. Wischen Sie die Lider sanft mit sauberer Watte ab, die Sie in abgekochtes, abgekühltes Wasser getaucht haben, für jedes Auge ein neues Stück (NHS).
  2. Lindern. Ein kühler Waschlappen auf den geschlossenen Augen und Tränenersatztropfen (künstliche Tränen) können angenehm sein. Laut IQWiG ist allerdings kaum untersucht, ob Kompressen die Heilung beeinflussen.
  3. Kontaktlinsen herauslassen, bis die Entzündung vollständig abgeheilt ist, und stattdessen eine Brille tragen. Mehrfach verwendbare Linsen und den Behälter gründlich reinigen oder ersetzen.
  4. Ansteckung vermeiden. Häufig Hände waschen, eigene Handtücher und Kissen benutzen, nicht an den Augen reiben.
  5. Ärztlich abklären lassen, wenn Sie Tropfen brauchen, Kontaktlinsen tragen oder ein kleines Kind betroffen ist.

Antibiotika helfen nur bei einer bakteriellen Bindehautentzündung. Der NHS und die AAO betonen, dass Antibiotika bei viraler und allergischer Bindehautentzündung nicht wirken. Und auch bei Bakterien ist der Effekt begrenzt: Laut IQWiG heilte die Entzündung innerhalb von 4 bis 9 Tagen bei etwa 61 von 100 Menschen mit antibiotischen Tropfen oder Salben, und bei etwa 48 von 100 ohne Antibiotikum. Nebenwirkungen wie eine Reizung des Auges waren selten.

Kontaktlinsenträger sind die Ausnahme. Die CDC empfiehlt Kontaktlinsenträgern mit bakterieller Bindehautentzündung, die Linsen herauszunehmen, antibiotische Tropfen zu verwenden und sich zeitnah beim Augenarzt vorzustellen, weil ihr Risiko für eine Hornhautentzündung höher ist.

Bindehautentzündung: Augentropfen im Überblick

AugentropfenWofürHinweis
Tränenersatztropfen (künstliche Tränen)Linderung bei jeder FormFeuchten das Auge an; Nutzen für die Beschwerden wenig untersucht (IQWiG)
Antibiotische Augentropfen oder -salbeBakterielle BindehautentzündungNach ärztlicher Untersuchung; Dauer der Anwendung legt Ihr Arzt fest
Antihistaminika-Tropfen (z. B. Ketotifen, Olopatadin)Allergische BindehautentzündungErste Wahl bei juckenden, allergischen Augen
Mastzellstabilisatoren (z. B. Cromoglicinsäure, Lodoxamid)Anhaltende oder saisonale allergische BindehautentzündungWirken erst nach einigen Tagen
Kortisonhaltige AugentropfenNur unter augenärztlicher KontrolleKönnen eine Herpes- oder Pilzinfektion des Auges stark verschlimmern

Bindehautentzündung: Hausmittel, die helfen, und solche, die schaden können

Die wirksamsten „Hausmittel“ bei einer Bindehautentzündung sind Hygiene, Ruhe und Geduld. Belegt sinnvoll ist das Reinigen der Lider mit abgekochtem, abgekühltem Wasser (NHS); kühle oder warme Kompressen und Tränenersatztropfen empfinden viele als angenehm, auch wenn ihre Wirkung auf die Heilung laut IQWiG kaum untersucht ist. Gönnen Sie Ihren Augen Pausen von Bildschirmen und verwenden Sie für jedes Auge ein eigenes Tuch.

Unsere Empfehlung: Geben Sie nichts in oder an das Auge, was nicht steril ist. Kamillentee, Teebeutel, Quark oder Muttermilch werden oft empfohlen, sind aber nicht keimfrei, und für keines dieser Mittel gibt es einen Wirksamkeitsnachweis aus den von uns geprüften Quellen. Wenn Hausmittel nach einigen Tagen nicht reichen oder eines der Warnzeichen auftritt, gehört Ihr Auge in ärztliche Hände.

Illustration einer Iris auf hellem Hintergrund

Allergische Bindehautentzündung: juckende Augen ohne Infektion

Eine allergische Bindehautentzündung ist eine Entzündung der Bindehaut durch eine Allergie, nicht durch Keime; sie ist deshalb nicht ansteckend, und Antibiotika helfen nicht. Sie betrifft meist beide Augen, juckt stark und tritt zusammen mit Heuschnupfen, Tierhaar- oder Hausstauballergie auf. Die Behandlung beginnt laut EyeWiki der AAO und einer Leitlinie für Apotheken des schottischen NHS damit, den Auslöser zu meiden, mit kühlen Kompressen und antihistaminischen Augentropfen. Bei anhaltenden oder saisonalen Beschwerden kommen Mastzellstabilisatoren hinzu, und Kombinationspräparate wie Olopatadin oder Ketotifen wirken auf beide Arten. Eine starke Allergie, die nicht anspricht, oder eine Augenallergie mit Verschwommensehen sollte ein Augenarzt beurteilen.

Bindehautentzündung beim Neugeborenen: immer ein Fall für den Arzt

Eine Bindehautentzündung bei einem Neugeborenen (Ophthalmia neonatorum) zeigt sich als rotes, geschwollenes, verklebtes Auge in den ersten Lebenswochen und braucht immer am selben Tag einen Arzt. Der NHS rät bei jedem Baby unter 30 Tagen mit geröteten, verklebten Augen zu dringender Hilfe. Eine Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Community Eye Health (2018) erklärt, dass sie meist 2 bis 14 Tage nach der Geburt beginnt und vor allem durch Chlamydien oder Gonokokken verursacht wird, die bei der Geburt von der Mutter übertragen werden:

  • Gonokokken-Infektion: 2 bis 5 Tage nach der Geburt, mit viel Eiter und starker Schwellung. Sie kann die Hornhaut durchbrechen und rasch zur Erblindung führen.
  • Chlamydien-Infektion: 5 bis 14 Tage nach der Geburt, meist milder.

Beide werden mit Antibiotika zum Einnehmen oder als Injektion behandelt, nicht nur mit Tropfen; die Entscheidung trifft der Arzt.

Lidrandentzündung und Augenlidentzündung: was die Lider entzündet

Eine Lidrandentzündung (Blepharitis) ist eine Entzündung der Lidränder an der Wurzel der Wimpern. Laut NHS ist sie meist nicht gefährlich, kann aber in Schüben immer wiederkommen, und sie ist nicht ansteckend.

Symptome: wunde, juckende oder gerötete Lidränder, ein sandiges Gefühl im Auge, Schuppen oder Krusten an den Wimpern und morgens verklebte Lider.

Ursachen: Bakterien auf der Haut, Hauterkrankungen wie seborrhoische Dermatitis oder Rosazea, verstopfte Talgdrüsen im Lidrand, die zu wenig oder zu zähes Öl bilden, und laut AAO auch mikroskopisch kleine Demodex-Milben in den Wimpernfollikeln.

Behandlung: Die AAO weist darauf hin, dass eine Lidrandentzündung nicht heilbar ist, die Beschwerden aber gut kontrolliert werden können, vor allem durch tägliche Lidrandpflege:

  1. Einen sauberen Waschlappen in warmes Wasser tauchen und 5 bis 10 Minuten auf das geschlossene Lid legen (NHS).
  2. Die Lider etwa 30 Sekunden sanft massieren, damit sich das Öl in den Drüsen löst.
  3. Die Lidränder mit Watte reinigen, auf Wunsch mit stark verdünntem Babyshampoo.

Reicht das nicht, kann der Arzt eine antibiotische Salbe für den Lidrand verordnen, in schweren Fällen antibiotische Tropfen oder Tabletten; die AAO nennt außerdem kombinierte Präparate mit Kortison sowie Omega-3-Fettsäuren.

Gerstenkorn und Hagelkorn. Eine weitere häufige Augenlidentzündung ist das Gerstenkorn: ein kleiner, schmerzhafter, oft eitriger Knoten am oder im Lid. Laut NHS heilt es meist innerhalb einer Woche; warme Kompressen für 5 bis 10 Minuten, 2- bis 4-mal täglich, helfen. Drücken Sie ein Gerstenkorn nie selbst aus und zupfen Sie keine Wimpern, weil sich die Infektion so ausbreiten kann. Ein Hagelkorn (Chalazion) ist dagegen hart und kaum schmerzhaft. Starke Schmerzen oder Schwellung, eine Beeinträchtigung des Sehens oder eine Entzündung, die sich über das Lid ausbreitet, gehören noch am selben Tag zum Arzt.

Hornhautentzündung (Keratitis): wenn die Infektion die Hornhaut erreicht

Eine Hornhautentzündung (Keratitis) ist eine Entzündung der Hornhaut. Wird sie durch eine Infektion verursacht, kann ein offenes Geschwür entstehen, das Hornhautulkus. Die AAO warnt, dass ein Hornhautulkus ohne Behandlung das Sehen schwer und dauerhaft schädigen und sogar zur Erblindung führen kann.

Symptome einer Hornhautentzündung: Rötung, starke Schmerzen, Fremdkörpergefühl, Tränen, Ausfluss, Verschwommensehen, Lichtempfindlichkeit, geschwollene Lider und manchmal ein weißer Fleck auf der Hornhaut.

Formen der infektiösen Hornhautentzündung:

FormTypische Ursache oder RisikoBehandlung
BakteriellKontaktlinsen, besonders über Nacht; Staphylococcus, Streptococcus und Pseudomonas verursachen etwa 80 % der Fälle (EyeWiki)Intensive antibiotische Tropfen, in schweren Fällen stündlich, Tag und Nacht
Viral (Herpes simplex, Gürtelrose)Das Lippenherpes-Virus, das bei Stress, Krankheit oder Sonnenlicht wieder aufflammen kannAntivirale Tropfen oder Tabletten; Tabletten als Langzeitschutz vor Rückfällen
PilzeVerletzung durch Pflanzenmaterial, warmes Klima, Kortisontropfen, KontaktlinsenAntimykotische Tropfen (bei Fadenpilzen zuerst Natamycin) und Tabletten, oft über Wochen
Akanthamöben (Parasiten)Kontaktlinsen, die mit Leitungswasser, Schwimmbad- oder Whirlpoolwasser in Kontakt kamen; über 80 % der Fälle betreffen LinsenträgerSpezielle Tropfen gegen Amöben über Monate; die Schmerzen sind oft viel stärker, als das Auge aussieht

Warum Kontaktlinsenträger gefährdet sind. In den USA tragen etwa 41 Millionen Menschen Kontaktlinsen, und laut CDC erhöht schon gelegentliches Schlafen mit Linsen das Risiko einer linsenbedingten Augeninfektion um das Sechs- bis Achtfache. In der Auswertung gemeldeter Kontaktlinseninfektionen der CDC von 2005 bis 2015 blieb bei etwa einem von fünf Patienten eine Hornhautnarbe, ein schlechteres Sehen oder eine Hornhauttransplantation zurück. Das IQWiG ordnet das Risiko einer Hornhautentzündung bei einer gewöhnlichen Bindehautentzündung dagegen als sehr klein ein.

Wie eine Hornhautentzündung behandelt wird. Der Augenarzt untersucht die Hornhaut an der Spaltlampe mit dem Farbstoff Fluorescein und nimmt oft vor Behandlungsbeginn einen winzigen Abstrich für eine Laborkultur. EyeWiki empfiehlt Kulturen bei größeren Geschwüren (über 2 mm), tiefen Geschwüren und solchen, die das Sehen bedrohen. Die Behandlung richtet sich nach dem Erreger:

  • Bakterien: antibiotische Tropfen, oft besonders hoch konzentriert und anfangs stündlich. In der US-amerikanischen SCUT-Studie führten früh ergänzte Kortisontropfen (innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach Antibiotikabeginn) nach 3 Monaten zu etwas besserem Sehen; Kortison beginnt aber nur der Spezialist, wenn das richtige Antibiotikum bereits wirkt.
  • Herpes: In der US-amerikanischen Herpetic Eye Disease Study (703 Patienten, veröffentlicht 1998) senkten Aciclovir-Tabletten (400 mg zweimal täglich über ein Jahr) Rückfälle von Augenherpes um 41 % und der tieferen, stromalen Form um 50 %.
  • Pilze: Im Mycotic Ulcer Treatment Trial führten Natamycin-Tropfen zu weniger Hornhautdurchbrüchen und Transplantationen als Voriconazol-Tropfen, und bei Fusarium-Geschwüren war das Sehen mit Natamycin deutlich besser.
  • Akanthamöben: EyeWiki berichtet über Heilungsraten von etwa 86 % mit Polyhexanid-Tropfen (PHMB), meist über Monate.

Wann operiert werden muss. Wirken die Medikamente nicht, bricht die Hornhaut durch oder bleibt nach der Abheilung eine dichte Narbe zurück, kann eine Hornhauttransplantation wieder ein klares Fenster schaffen (AAO). Bei einer Pilzkeratitis benötigen laut EyeWiki 31 bis 38 % der Augen eine Transplantation. Das ist eine geplante Operation durch einen Hornhautchirurgen, sobald das Auge zur Ruhe gekommen ist, oder ein Notfalleingriff, wenn die Hornhaut durchbricht.

Ruhige Innenansicht einer Augenklinik in Istanbul mit Blick auf den Bosporus

Endophthalmitis: Entzündung im Augeninneren

Eine Endophthalmitis ist eine Infektion des Gewebes oder der Flüssigkeiten im Augapfel. Die AAO bezeichnet sie als medizinischen Notfall, der ohne rasche Behandlung zur Erblindung führen kann.

Ursachen. Die meisten Fälle sind exogen: Bakterien oder Pilze gelangen bei einer Operation, einer Spritze ins Auge oder einer durchdringenden Verletzung hinein. Seltener ist sie endogen: Eine Infektion an anderer Stelle im Körper, etwa im Blut oder in den Harnwegen, streut ins Auge.

Wie häufig sie ist. EyeWiki beziffert das Risiko nach einer Grauer-Star-Operation auf etwa 0,08 bis 0,68 % und nach Anti-VEGF-Injektionen auf etwa 0,008 bis 0,092 %. Die Europäische Gesellschaft für Katarakt- und Refraktivchirurgie (ESCRS) zeigte in einer 2007 veröffentlichten Studie, dass ein am Ende der Katarakt-OP ins Auge gegebenes Antibiotikum (1 mg Cefuroxim) Endophthalmitis etwa um das Fünffache verringert; ihre Leitlinien empfehlen das heute.

Symptome. Nach einer Katarakt-OP tritt sie meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen auf, oft 3 bis 5 Tage nach dem Eingriff. In der US-amerikanischen Endophthalmitis Vitrectomy Study (EVS) hatten 94 % der Patienten verschwommenes Sehen, 82 % ein rotes Auge und 74 % Schmerzen. Mehr als einer von vier Betroffenen hatte also keine Schmerzen. Jede Verschlechterung des Sehens nach einer Augen-OP ist ein Grund, noch am selben Tag den Operateur anzurufen.

Behandlung. Antibiotika oder Pilzmittel werden direkt ins Auge gespritzt, manchmal zusammen mit Kortison. In schweren Fällen entfernt eine Vitrektomie den infizierten Glaskörper. Die EVS zeigte: Wenn nur noch Lichtwahrnehmung bestand, erreichten nach sofortiger Vitrektomie dreimal so viele Patienten eine Sehschärfe von 20/40 (etwa 0,5) wie nach alleiniger Injektion (33 % gegenüber 11 %).

Behandlung einer Augenentzündung in Istanbul: für wen sie infrage kommt

Unsere Behandlung einer Augenentzündung richtet sich an Menschen, die in Istanbul sicher untersucht werden können, ohne eine dringende Behandlung zu verzögern. Das sind in der Regel:

  • Sie sind bereits in Istanbul oder anderswo in der Türkei, zum Beispiel beim Familienbesuch oder im Urlaub, und bekommen ein rotes, schmerzendes oder verklebtes Auge. Ein Arzt untersucht Sie, und Ihr Dolmetscher übersetzt jedes Detail.
  • Ihre Entzündung heilt nicht ab oder kommt immer wieder, etwa eine wiederkehrende Herpes-Keratitis, und Sie möchten die Meinung eines Hornhautspezialisten.
  • Eine Infektion hat eine Narbe auf der Hornhaut hinterlassen, die Ihr Sehen trübt, und Sie denken über eine Hornhauttransplantation nach.
  • Sie hatten eine Endophthalmitis und brauchen nach der akuten Phase Netzhautkontrollen oder eine Vitrektomie.
  • Sie planen eine Linsen-, Katarakt- oder Laseroperation und hatten früher Augeninfektionen oder eine chronische Lidrandentzündung. Dann wird die Augenoberfläche vorher untersucht und behandelt, damit der Eingriff sicher stattfinden kann.

Wer nicht dafür reisen sollte: alle mit den Warnzeichen aus dem Kasten oben. Lassen Sie sich zuerst dort behandeln, wo Sie sind; Ihre Befunde können wir danach gern prüfen.

Wie wir eine Augenentzündung untersuchen: Diagnostik und Technik

Die richtige Diagnose ist der wichtigste Teil der Behandlung, denn Antibiotika, Virostatika und Pilzmittel wirken jeweils nur gegen ihre eigene Art von Erreger. Ihre Untersuchung umfasst:

  • Spaltlampenuntersuchung mit Fluorescein-Farbstoff, um Geschwüre, Kratzer und Entzündungen der Hornhaut zu erkennen
  • Hornhautabstrich und Kultur bei Verdacht auf Keratitis, damit die Behandlung zum Erreger passt ({{laboratory and culture availability}})
  • Augendruckmessung und eine Netzhautuntersuchung bei erweiterter Pupille
  • B-Scan-Ultraschall des Augeninneren, wenn es nicht klar einsehbar ist, etwa bei Endophthalmitis
  • {{Konfokale Mikroskopie bei Akanthamöben- und Pilzkeratitis, falls verfügbar}}

Operationen finden in einem voll ausgestatteten, vom türkischen Gesundheitsministerium zugelassenen Operationssaal in Istanbul statt.

Was kostet die Behandlung einer Augenentzündung in Istanbul?

Eine fachärztliche Untersuchung bei einer Augenentzündung kostet bei uns {{€ Untersuchungspreis}}. Für die meisten Bindehautentzündungen ist mehr nicht nötig. Braucht Ihre Entzündung eine weitere Behandlung oder eine Operation, bestätigt Ihr Arzt den Preis schriftlich, bevor etwas gemacht wird.

BehandlungLaser Istanbul ClinicTypische veröffentlichte Preise (2025–26, USD)
Fachärztliche Untersuchung bei Augenentzündung{{€ Untersuchungspreis}}—
Medikamentöse Behandlung einer Hornhautentzündung (Tests, Tropfen, Kontrollen){{€ Preis Keratitis-Behandlung}} nach der Untersuchung—
Hornhauttransplantation bei Narbe (pro Auge)ab {{€ Preis Hornhauttransplantation}}Istanbul etwa 4.000–7.000 $ · Großbritannien 8.000–14.000 $ · USA 13.000–28.000 $
Vitrektomie (pro Auge)ab {{€ Preis Vitrektomie}}Istanbul etwa 3.200–6.500 $ · Großbritannien 8.000–13.400 $ · USA 8.000–14.000 $

Typische Spannen aus Preislisten von Kliniken 2025–26, keine Angebote. Veröffentlichte Istanbuler Preise sind oft Pakete mit Hotel. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen uns für diese Eingriffe keine verlässlichen veröffentlichten Spannen vor.

Bei einer geplanten Operation ist enthalten: die Voruntersuchung mit allen Messungen, die Operation durch Ihren namentlich genannten Arzt, die Medikamente, die Nachkontrollen in Istanbul, ein persönlicher Dolmetscher in {{languages}}, ein Koordinator und die Nachbetreuung aus der Ferne, wenn Sie wieder zu Hause sind.

Nicht enthalten: Flüge, Hotel und Flughafentransfers. Hotel und Transfer berechnen wir gesondert und organisieren sie auf Wunsch.

Ihre Ärzte bei Augeninfektionen

Doç. Dr. Muhammet Derda ÖzerHornhaut und Keratokonus · Hornhauttransplantation · Netzhaut · Uveitis · Augentumoren · Grauer StarDoç. Dr. Özer hat an der Medizinischen Fakultät der Universität Istanbul studiert und wurde 2021 außerordentlicher Professor für Augenheilkunde. Er besitzt die FICO-Qualifikation des International Council of Ophthalmology, und auf PubMed sind 27 seiner Arbeiten gelistet. Zu ihm kommen Patienten mit Hornhautinfektionen, Hornhautnarben und Entzündungen im Auge. Er spricht Türkisch und Englisch.
Op. Dr. Aysan BayramNetzhauterkrankungen · Grauer Star · AugenlasernFachärztin für Augenheilkunde seit 1999, ausgebildet an der Trakya-Universität und der Yüzüncü-Yıl-Universität. Zu ihren Schwerpunkten gehören Diagnose und Behandlung von Netzhauterkrankungen. Sie spricht Englisch, und wer lieber von einer Ärztin behandelt werden möchte, kann sie wählen.

Mit beiden Ärzten sprechen Sie über Ihren persönlichen Dolmetscher in {{languages}}.

Ihre Behandlung Schritt für Schritt

  1. Schildern Sie uns, was los ist.

    Senden Sie Fotos Ihres Auges, Ihre Beschwerden, vorhandene Befunde und die Tropfen, die Sie verwenden. Haben Sie Warnzeichen und sind nicht in Istanbul, sagen wir Ihnen, dass Sie sich noch heute vor Ort untersuchen lassen sollen.

  2. Untersuchung.

    Sind Sie in Istanbul, untersucht Sie ein Facharzt ({{urgent appointment availability}}), bei Bedarf mit Dolmetscher.

  3. Diagnose und Tests.

    Spaltlampenuntersuchung und, wenn nötig, ein Hornhautabstrich oder Ultraschall.

  4. Behandlungsplan.

    Sie erhalten die passenden Tropfen und einen schriftlichen Plan. Eine schwere Hornhautentzündung kann anfangs Tropfen im Stundentakt und häufige Kontrollen erfordern.

  5. Nachkontrolle.

    Die Kontrollen laufen, bis die Infektion unter Kontrolle ist; zu Hause geht es per Video weiter, und Ihr Augenarzt vor Ort kann Befunde mit uns teilen.

  6. Geplante Operation, falls nötig.

    Bleibt eine Narbe oder ein Netzhautproblem, plant Ihr Arzt eine Hornhauttransplantation oder Vitrektomie und bestätigt den Preis schriftlich.

Heilung: wie lange eine Augenentzündung dauert

EntzündungÜbliche Heilungsdauer
Virale Bindehautentzündung1 bis 2 Wochen; Augengrippe 2 bis 4 Wochen
Bakterielle BindehautentzündungEinige Tage bis 2 Wochen; mit antibiotischen Tropfen oft schneller
Allergische BindehautentzündungBessert sich, sobald der Auslöser gemieden wird und Tropfen wirken
LidrandentzündungChronisch, in Schüben; mit täglicher Lidrandpflege gut kontrollierbar
GerstenkornMeist innerhalb einer Woche
Bakterielle HornhautentzündungWochen; eine Narbe kann bleiben
Pilz- oder Akanthamöben-KeratitisWochen bis Monate Behandlung
EndophthalmitisWochen bis Monate; das Sehergebnis hängt vom Erreger und vom Behandlungsbeginn ab

Verwenden Sie Ihre Tropfen während der Heilung genau nach Plan, nehmen Sie alle Kontrolltermine wahr und lassen Sie Kontaktlinsen weg, bis Ihr Arzt sie wieder erlaubt.

Fliegen. {{Hinweise Ihrer Ärzte zum Fliegen bei aktiver Hornhautentzündung und nach Hornhauttransplantation oder Vitrektomie, einschließlich Einschränkungen bei Gasfüllung}}

Risiken und Komplikationen: und wie Sie Augeninfektionen vorbeugen

Die meisten Augenentzündungen heilen vollständig, aber Infektionen der Hornhaut und des Augeninneren können bleibende Schäden hinterlassen. Mögliche Komplikationen sind Hornhautnarben mit schlechterem Sehen, ein Durchbruch der Hornhaut, die Notwendigkeit einer Hornhauttransplantation, Rückfälle (vor allem bei Herpes) und selten der Verlust des Auges: Laut EyeWiki muss bei einer Pilzkeratitis in 15 bis 20 % der Fälle das Auge entfernt werden. Ihr Arzt erklärt Ihnen Ihre persönlichen Risiken schriftlich und über Ihren Dolmetscher.

So beugen Sie Augeninfektionen vor (Empfehlungen von CDC, AAO und infektionsschutz.de):

  • Waschen und trocknen Sie Ihre Hände, bevor Sie Augen oder Linsen berühren.
  • Schlafen Sie nie mit Kontaktlinsen, es sei denn, Ihr Augenarzt hat das ausdrücklich verordnet.
  • Halten Sie Wasser von Ihren Linsen fern: vor dem Schwimmen und Duschen herausnehmen, nie mit Leitungswasser abspülen oder darin aufbewahren.
  • Verwenden Sie jedes Mal frische Pflegelösung, reinigen Sie den Behälter und ersetzen Sie ihn mindestens alle drei Monate.
  • Tragen Sie bei Gartenarbeit, Heimwerken und Sport eine Schutzbrille.
  • Verwenden Sie Kortison-Augentropfen nur unter augenärztlicher Kontrolle.
  • Teilen Sie keine Handtücher, Kissen, Augentropfen oder Augen-Make-up.

Augenentzündung: häufige Fragen

Das hängt von der Ursache ab. Bei einer viralen Bindehautentzündung helfen nur Hygiene, Reinigen der Lider und Tränenersatztropfen; bei einer bakteriellen können antibiotische Tropfen die Heilung etwas beschleunigen, bei einer allergischen helfen antihistaminische Tropfen. Eine Hornhautentzündung oder Endophthalmitis braucht noch am selben Tag einen Augenarzt.

Typische Symptome sind Rötung, ein brennendes oder sandiges Gefühl, Tränen und je nach Ursache klebriger Eiter oder starker Juckreiz. Oft beginnt sie an einem Auge und geht auf das andere über. Schmerzen, Lichtscheu und Verschwommensehen gehören nicht dazu und müssen dringend abgeklärt werden.

Virale und bakterielle Bindehautentzündungen sind ansteckend, allergische nicht. Bei der Augengrippe beginnt die Ansteckungsgefahr laut infektionsschutz.de mit den ersten Krankheitszeichen und dauert in der Regel mindestens zwei Wochen. Bei der bakteriellen Form fragen Sie Ihren Arzt, ab wann Sie wieder unter Menschen gehen können.

Bei der Augengrippe durch Adenoviren bricht die Erkrankung meist 5 bis 12 Tage nach der Ansteckung aus. Die CDC beschreibt, dass man schon einige Tage vor den ersten Beschwerden ansteckend sein kann. Für bakterielle Bindehautentzündungen nennen unsere Quellen keine feste Inkubationszeit.

Augengrippe ist der umgangssprachliche Name für die Keratoconjunctivitis epidemica, eine sehr ansteckende Entzündung von Bindehaut und Hornhaut durch Adenoviren. Sie verursacht rote, geschwollene, tränende und lichtempfindliche Augen und heilt meist nach 2 bis 4 Wochen von selbst ab. Eine ursächliche Behandlung gegen das Virus gibt es nicht.

Tränenersatztropfen lindern die Beschwerden bei jeder Form. Antibiotische Augentropfen oder -salben helfen nur bei bakterieller Bindehautentzündung und sollten nach ärztlicher Untersuchung verwendet werden. Bei allergischer Bindehautentzündung sind antihistaminische Tropfen die erste Wahl; Kortisontropfen nur unter augenärztlicher Kontrolle.

Am sinnvollsten sind Hygiene und das Reinigen der Lider mit abgekochtem, abgekühltem Wasser; kühle Kompressen empfinden viele als angenehm. Geben Sie nichts Unsteriles wie Kamillentee, Teebeutel, Quark oder Muttermilch ins Auge. Bessert sich nichts nach einigen Tagen, gehen Sie zum Arzt.

Eine Lidrandentzündung (Blepharitis) ist eine nicht ansteckende Entzündung der Lidränder mit Juckreiz, Rötung und Krusten an den Wimpern. Sie ist laut AAO nicht heilbar, lässt sich aber mit täglicher Lidrandpflege gut kontrollieren: Wärme für 5 bis 10 Minuten, sanfte Massage und Reinigung. Reicht das nicht, verordnet der Arzt eine Salbe oder Tropfen.

Eine Hornhautentzündung (Keratitis) betrifft das klare Fenster vorn am Auge, eine Bindehautentzündung die dünne Haut über dem Augenweiß. Eine Hornhautentzündung verursacht meist echte Schmerzen, Lichtscheu und Verschwommensehen. Sie kann Narben hinterlassen und muss noch am selben Tag vom Augenarzt behandelt werden.

Nein. Nehmen Sie die Linsen beim ersten Anzeichen eines roten oder schmerzenden Auges heraus und tragen Sie eine Brille, bis Ihr Arzt die Entzündung für abgeheilt erklärt. Reinigen oder ersetzen Sie Linsen und Behälter, und fragen Sie, ob sie untersucht werden sollten.

Nein. Eine aktive Augenentzündung muss vor einer Laser-, Linsen- oder Grauer-Star-Operation behandelt und vollständig abgeheilt sein. Ihr Arzt prüft die Augenoberfläche und die Lidränder bei der Voruntersuchung und verschiebt den Eingriff, wenn nötig.

Bei einem akut schmerzenden Auge mit Sehverschlechterung lassen Sie sich bitte heute dort behandeln, wo Sie sind, und reisen nicht erst an. Sind Sie bereits in der Türkei, heilt Ihre Entzündung nicht ab, kehrt sie immer wieder oder hat sie eine Narbe hinterlassen, können Doç. Dr. Özer oder Op. Dr. Bayram Sie untersuchen. Senden Sie uns Ihre Befunde vorab zur kostenlosen Prüfung.

Was unsere Patienten sagen

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Quellen für die Angaben auf dieser Seite
  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de, Erregersteckbrief Adenoviren: Keratoconjunctivitis epidemica; onset usually 5–12 days after infection; transmission risk starts with first symptoms and usually lasts at least 2 weeks; hand-to-eye, door handles, railings, taps, shared towels/washcloths/eye drops; corneal involvement after about one week; usually resolves in 2–4 weeks, slight corneal opacities may persist; no causal treatment; handwashing; return to schools/Kindergärten/community facilities only once the inflammation has subsided. https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/adenoviren/
  2. IQWiG, gesundheitsinformation.de, Bindehautentzündung (symptoms by type; Schmierinfektion; warning signs; contact lenses and very small keratitis risk) and Wie wird eine Bindehautentzündung behandelt? (updated 6 Nov 2024): with antibiotics about 61 of 100 healed within 4–9 days vs about 48 of 100 without; side effects rare; artificial tears and compresses scarcely studied; glasses instead of lenses, clean reusable lenses and cases. https://www.gesundheitsinformation.de/bindehautentzuendung.html · https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-eine-bindehautentzuendung-behandelt.html
  3. Kassenärztliche Bundesvereinigung, Patientenservice 116117: medical help when practices are closed, 24 hours, 7 days a week; ärztlicher Bereitschaftsdienst. https://www.116117.de/de/index.php
  4. NHS, Blepharitis: swollen, itchy eyelids; flakes/crusts; not spread to others; warm flannel 5–10 minutes, massage ~30 seconds, clean with cotton wool and diluted baby shampoo; antibiotic cream/ointment, drops or tablets in persistent cases; urgent help for pain, vision changes, severe redness. https://www.nhs.uk/conditions/blepharitis/
  5. American Academy of Ophthalmology, What Is Blepharitis?: bacteria, oil-gland problems, Demodex mites, dandruff, rosacea; no cure, symptoms managed; warm compresses, lid hygiene with diluted baby shampoo, antibiotic (± steroid) ointments and drops, omega-3. https://www.aao.org/eye-health/diseases/what-is-blepharitis
  6. NHS, Stye: painful lump, usually better within a week; warm flannel 5–10 minutes, 2–4 times a day; do not burst or pull lashes; urgent signs; chalazion hard and not very painful. https://www.nhs.uk/conditions/stye/
  7. NHS, Conjunctivitis: symptoms; causes incl. some STIs; cleaning with boiled cooled water; cold flannel; no contact lenses; see a doctor if not better after 7 days; urgent help for eye pain, light sensitivity, vision changes, very red eyes, baby under 30 days with red sticky eyes; antibiotics only for bacterial. https://www.nhs.uk/conditions/conjunctivitis/
  8. NHS, How and when to use chloramphenicol: see a doctor if no improvement after 2 days of antibiotic drops. https://www.nhs.uk/medicines/chloramphenicol/how-and-when-to-use-chloramphenicol/
  9. American Academy of Ophthalmology, Pink Eye (Conjunctivitis): viral/bacterial/allergic features; antibiotics do not work for viral or allergic conjunctivitis. https://www.aao.org/eye-health/diseases/pink-eye-conjunctivitis
  10. CDC, Conjunctivitis (infection control for healthcare personnel): viral 1–2 weeks; EKC up to 3 weeks, contagious from a few days before to about 14 days after onset; bacterial 1–2 weeks, antibiotics may shorten. https://www.cdc.gov/infection-control/hcp/healthcare-personnel-epidemiology-control/conjunctivitis.html
  11. CDC, Clinical Overview of Pink Eye (Conjunctivitis): most acute infectious conjunctivitis in adults is viral; contact lens wearers with bacterial conjunctivitis should remove lenses, use topical antibiotics and see an ophthalmologist promptly. https://www.cdc.gov/conjunctivitis/hcp/clinical-overview/index.html · Pink Eye: Causes and How It Spreads: https://www.cdc.gov/conjunctivitis/causes/
  12. EyeWiki (AAO), Allergic Conjunctivitis: antihistamines, mast-cell stabilisers, combined agents (olopatadine, ketotifen). https://eyewiki.aao.org/Allergic_Conjunctivitis · NHS Scotland community pharmacy, A guide to the treatment of allergic conjunctivitis (2021). https://www.communitypharmacy.scot.nhs.uk/media/4607/allergic-conjunctivitis.pdf
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  15. CDC, Contact Lens–Related Corneal Infections — United States, 2005–2015 (MMWR 2016;65(32)): ~41 million US lens wearers; sleeping in lenses 6–8-fold risk; 19.8% with scar, reduced acuity or transplant. https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/65/wr/mm6532a2.htm
  16. CDC, Healthy Habits: Keeping Water Away from Contact Lenses and Preventing Eye Infections When Wearing Contacts. https://www.cdc.gov/contact-lenses/about/healthy-habits-keeping-water-away-from-contact-lenses.html · https://www.cdc.gov/contact-lenses/prevention/index.html
  17. EyeWiki (AAO), Bacterial Keratitis: Staphylococcus, Streptococcus, Pseudomonas ~80%; cultures >2 mm, deep or vision-threatening; fortified antibiotics hourly; SCUT steroid timing. https://eyewiki.org/Bacterial_Keratitis
  18. EyeWiki (AAO), Acanthamoeba Keratitis: >80% in lens wearers; pain out of proportion; PHMB cure rate 86%. https://eyewiki.org/Acanthamoeba_Keratitis
  19. EyeWiki (AAO), Fungal Keratitis: keratoplasty in 31–38%; evisceration 15–20%. https://eyewiki.org/Fungal_Keratitis · Mycotic Ulcer Treatment Trial 1 & 2. https://eyewiki.org/Mycotic_Ulcer_Treatment_Trial_1_%26_2
  20. National Eye Institute, Antiviral drug sharply reduces return of herpes of the eye (HEDS, 1998): 703 patients; acyclovir 400 mg twice daily 12 months; recurrence −41%, stromal −50%. https://www.nei.nih.gov/about/news-and-events/news/antiviral-drug-sharply-reduces-return-herpes-eye
  21. American Academy of Ophthalmology, What Is Endophthalmitis? https://www.aao.org/eye-health/diseases/what-is-endophthalmitis
  22. EyeWiki (AAO), Endophthalmitis: 0.08–0.68% after cataract surgery; 0.008–0.092% after anti-VEGF; onset 1–2 weeks, often 3–5 days; EVS symptoms 94/82/74%; EVS vitrectomy 33% vs 11%. https://eyewiki.org/Endophthalmitis
  23. ESCRS, The Endophthalmitis Study (2007): fivefold reduction with 1 mg intracameral cefuroxime. https://www.escrs.org/education/research-portals/the-endophthalmitis-study/

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